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In ihrer mehrteiligen Online-Veranstaltungsreihe „Wissenschaftsfreiheit als umkämpftes Feld“ greifen der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) und das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) die Debatten um Wissenschaftsfreiheit, die seit 2021 verstärkt geführt werden, erneut auf und nähern sich dem Begriff der Wissenschaftsfreiheit aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven.

Das Ziel der Veranstaltung ist es, eine komplexere Debatte zur Wissenschaftsfreiheit in seinen philosophischen, historischen, sozialwissenschaftlichen und juristischen Dimensionen zu ermöglichen, jenseits des derzeitigen publizistischen Diskurses. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Wissenschaftsakteur*innen ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit.

 

Di, 14.11. ab 18 Uhr: Lesung “Albtraum Wissenschaft” mit Anne Christine Schmidt

Das deutsche Wissenschaftssystem ist durch steile Hierarchien geprägt. Nach einer fünfzehnjährigen Odyssee durch sieben universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitute kommt die Naturwissenschaftlerin Anne Christine Schmidt zu der Einsicht, dass Wissenschaftler*innen für eine erfolgreiche Wissenschaftslaufbahn heute vor allem folgende förderliche Eigenschaften mitbringen sollten:

• uneingeschränkte Unterordnung im Umgang mit Professor*innen

• ausgeprägtes Konkurrenzdenken, das sich bis zum Kolleg*innenhass steigert

• Bereitschaft zur kritiklosen Affirmation des naturentfremdeten, naturzerstörenden Wissenschaftssystems

• Erdulden völliger Nichtigkeit der eigenen Ausbildung, Qualifikation und Arbeitsleistungen

Nach ihrem Ausstieg aus der Wissenschaft verarbeitete Anne Christine Schmidt ihre Erlebnisse in dem 2023 erschienenen Buch „Albtraum Wissenschaft“, das sie im Rahmen einer Online-Lesung am 14. November 2023 vorstellen wird. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Teilnahme per Zoom: https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/69189130915?pwd=UGhBYXVhVU5xcHlrTXlTS1o3dnQ1QT09
Meeting-ID: 691 8913 0915
Kenncode: 824071

Das Buch „Albtraum Wissenschaft“ von Anne Christine Schmidt ist 2023 im Textem Verlag als Band 34 der Reihe „Kleiner Stimmungsatlas in Einzelbänden“ erschienen und kann über die Homepage des Verlags erworben werden: https://textem-verlag.de/textem/theorie/kleiner-stimmungsatlas/527

 

Die Veranstaltung wird vom Verein zur Förderung von Wissenschaft und Forschung e.V. im Rahmen des von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderten Projekts „Demokratische Hochschule“ unterstützt.

English version below!
 
Bundesweites Bündnistreffen am Mittwoch, den 11.10., um 18 Uhr: https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/64771690395?pwd=VUg3eXE2dnRvakljNkFJWnB1M2lvQT09 (Meeting-ID: 647 7169 0395; Kenncode: 564486)
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Einlader*innenkreis: Bundesweite TVStud-Vernetzung, Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss), freier Zusammenschluss der Student*innenschaften e.V. (fzs), Die Linke.SDS, Juso-Hochschulgruppen
 
Liebe Kolleg*innen, liebe Kommiliton*innen, liebe Freund*innen, 
 
für den 20.11.2023 rufen wir, ein breites Bündnis aller Statusgruppen, zu einem bundesweiten #Hochschulaktionstag auf. Für die weitere Planung laden wir euch zum bundesweiten Bündnistreffen am Mittwoch, den 11.10. um 18 Uhr ein. Leitet diese Einladung gerne an weitere Kolleg*innen und Kommiliton*innen weiter.
Nach einem Jahrzehnt vorwiegend kleinerer und vereinzelter Proteste gegen das prekäre und unterfinanzierte Hochschul- und Wissenschaftssystem, insbesondere nach dem Lockdown der Hochschulgebäude während der Hochphase der Coronapandemie, werden die Stimmen des Protests wieder zunehmend lauter. Unter dem Hashtag #IchBinHanna organisieren sich Beschäftigte aus dem akademischen Mittelbau gegen das Sonderbefristungsgesetz WissZeitVG, die TVStud-Bewegung bereitet sich für den kommenden Herbst erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik auf bundesweite Streiks gegen die prekären Arbeitsbedingungen von Hilfskräften und Tutor*innen vor und auch in der Studierendenschaft regt sich an vielen Hochschulen zunehmend Solidarität im Widerstand gegen die Unterfinanzierung der Hochschulen und ein Studium auf Schulden.
Wir, ein Bündnis aus Gewerkschafter*innen, Initiativen von Beschäftigtengruppen, Studierendenvertretungen und Hochschulgruppen möchten die Kämpfe nun zusammenführen und im Rahmen eines gemeinsamen bundesweiten Aktionstags während der laufenden Tarifrunde der Länder gemeinsamen Ausdruck verleihen. Uns eint, dass wir nicht länger zusehen wollen, wie das Wissenschaftssystem kaputtgespart wird und auf dem Rücken von prekär beschäftigten Wissenschaftler*innen und Studierenden am Laufen gehalten wird, während sich gleichzeitig die soziale Lage von Studierenden und Beschäftigten im Zuge der jüngsten Krisenerscheinungen weiter zuspitzt. Was wir brauchen, sind eine grundlegende Bildungswende, sichere Arbeitsbedingungen und ein Einkommen, das zum Leben und Studieren reicht. Mit diesen Forderungen richten wir uns an die Politik und Arbeitgeberverbände und gehen gemeinsam auf die Straße.
Wir laden euch daher dazu ein, den gemeinsamen Aktionstag mit euren Ideen und Inhalten zu füllen. Von Infoständen über gemeinsame Vollversammlungen, Kundgebungen, bis zu Demonstrationen und Bildungsstreiks: Bringt euch jetzt in die weiteren Vorbereitungen ein. Tragen wir den Protest diesen Herbst gemeinsam auf die Straße!
 
Solidarische Grüße vom Vorbereitungskreis
(leite diese Einladung gerne an Interessierte weiter)
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Take action now! Invitation to the kick-off meeting (11.10.) for the nationwide #UniversityActionDay “End precarious contracts in academia”, on 20.11.2023
 
National Alliance Meeting:
Wednesday 11/10, 18:00 
(Meeting ID: 647 7169 0395; Identcode: 564486)
 
Inviting organisations: Bundesweite TVStud-Vernetzung, Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss), freier Zusammenschluss der Student*innenschaften e.V. (fzs), Die Linke.SDS, Juso-Hochschulgruppen
 
Dear colleagues, dear students, dear friends,
 
We, a broad alliance of all status groups, call for a nationwide #UniversityActionDay on 20.11.2023. For further planning, we invite you to a national alliance meeting on Wednesday 11 October at 6pm. Please share this invitation with other colleagues and students.
 
After a decade of mostly small and isolated protests against the precarious and underfunded university and science sector, especially after the lockdown of university buildings during the peak of the Corona pandemic, the voices of protest have been growing again. Under the hashtag #IchBinHanna, academic staff are organising against the legislation on fixed-term contracts in higher education and research (WissZeitVG), the TVStud movement is preparing nationwide strikes against the precarious working conditions of assistants and tutors this autumn for the first time in the history of the Federal Republic of Germany, and solidarity and resistance against the underfunding of universities and debt-ridden studies are also growing among students at many universities.
 
We, an alliance of trade unionists, initiatives of employees’ groups, student representatives and university groups, would like to bring these struggles together and express them together in a joint nationwide day of action during the current round of collective bargaining for the federal states. What unites us is that we no longer want to stand by and watch as the academic system is cut to the bone and kept running on the backs of precariously employed academics and students, while at the same time the social situation of students and employees continues to deteriorate in the wake of the latest crisis. What we need is fundamental change in education, secure working conditions and an income that is sufficient to live and study. These are the demands we are making to politicians and employers’ organisations, and we are taking to the streets together.
 
This is why we are inviting you to fill the day of action with your own ideas and content. From information stands to joint general assemblies, rallies, demonstrations and education strikes: join the preparations now. Let’s take protest to the streets together this autumn!
 
Greetings in solidarity from the preparation group
 
(feel free to forward this invitation to others who might be interested)

NGAWiss unterstützt das Netzwerk Stipendienerhöhung mit ihrem offenen Brief und der Petition!

Angesichts der dringenden Gefahr der weiteren Prekarisierung von Promotionsstipendiat*innen wird gefordert:

die sofortige und vollumfängliche Erhöhung des Stipendiensatzes um die geplanten 300 € pro Monat noch in diesem Herbst, finanziert durch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel vonseiten des BMBF,
die Erstattung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in vollem Umfang für alle Stipendiat*innen, welche nicht anderweitig gesetzlich versichert sind,
die Anrechnung der Förderzeit der Promotion in der gesetzlichen Rentenversicherung, unabhängig von absolvierten Schul-, Studien- und Ausbildungszeiten, die ebenfalls vollumfänglich angerechnet werden müssen
sowie die Verlängerung der Stipendien aller Stipendiat*innen, die sich aktuell in der Promotionsförderung der Begabtenförderung befinden, ebenfalls finanziert durch zusätzliche Mittel des BMBF!

Offener Brief: https://promostip.de/offener-brief-2/

Petition: https://www.change.org/p/bessere-promotionsbedingungen-für-stipendiat-innen-jetzt-doktorhutunddauerpleite-ichbinhanna-ichbinreyhan?recruiter=1316302838&recruited_by_id=c5a83c30-52fb-11ee-afe2-c1d2678d1397&utm_source=share_petition&utm_campaign=petition_dashboard&utm_medium=copylink

This English summary is intended to convey the essence of the petition to international stakeholders

We petition Bettina Stark-Watzinger, the Federal Minister of Education and Research, as well as Kai Gehring and Dr. Petra Sitte, the chairs of the Education and Research Committee in the German Parliament, along with the remaining Members of Parliament.
To address challenges such as climate change and digitalization, we need robust research and educational institutions. However, many researchers and scholars in Germany are employed under precarious working conditions: nine out of ten have fixed-term contracts, and 42% of employment contracts last less than one year.
The legislation permitting this situation is on the verge of being amended. The current proposal to amend the German Fixed-Term Academic Contracts Act (WissZeitVG) presented by the minister falls short of the commitments the governing parties made in their coalition contract.
We petition the Education and Research Committee to revise the proposal in ways that genuinely enhance working conditions in German higher education and research.

Among the changes we request are the following:

  • Employment contracts for doctoral candidates must cover the actual time researchers need to
    complete their PhDs. This amounts to six years, and the standard length of such an employment
    contract should be four years.
  • Employees assigned recurring tasks must receive permanent contracts.
  • As a rule, only permanent contracts should be offered to researchers and scholars who have
    obtained a PhD. Alternatively, a tenure-track position should be provided.

Other changes we request include that the law recognizes the unions’ right to negotiate with employers improvements in contract length different from the act; uniform and binding regulations on benefits that compensate for disadvantages in the case of care, disability, and chronic illness; and a right for employees working on projects financed with third-party funding
to enjoy from the same benefits as other employees. As a rule, student assistants should be offered contracts with a minimum duration of two years.

Please sign the petition:
https://weact.campact.de/petitions/stoppt-diedauerbefristung-in-der-wissenschaft

Hier gibt es Folien, um die Petition auf Veranstaltungen zu bewerben: Download

 

 

 

Petition (hier klicken)

Wir sind auf eine starke Wissenschaft angewiesen, zum Beispiel um die sozialen und technologischen Herausforderungen von Klimakrise oder Digitalisierung zu meistern. Das geht nur mit fairen Arbeitsbedingungen – doch viele Wissenschaftler*innen an Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen arbeiten in prekären Verhältnissen. Fast neun von zehn wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sind befristet beschäftigt, 42 Prozent der Arbeitsverträge haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Planbarkeit für Lebenswege oder anspruchsvolle Projekte gibt es so nicht. Das muss sich ändern.

Der vorliegende Entwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes bleibt weit hinter den eigenen Versprechen der Ampel-Koalition zurück. Frau Ministerin Stark-Watzinger, die prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft lassen sich so nicht bekämpfen. Wir fordern jetzt vom zuständigen Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung: Überarbeiten Sie den Entwurf grundlegend und bringen Sie eine echte Reform auf den Weg!

Als gemeinsames Bündnis gegen Dauerbefristung in der Wissenschaft haben NGAWiss, GEW, ver.di, DGB, fzs, bukof und N² PostDoc Net, Respect Science, Konferenzrat der Psychologie-Fachschaften-Konferenz, Personal- und Betriebsräte der Helmholtz-Gemeinschaft, Personal- und Betriebsräte der Leibniz-Gemeinschaft – Koordinierungsgruppe und Zusammenkunft aller Physikfachschaften (ZaPF) haben wir eine Petition initiiert:

Im Einzelnen fordern wir:

  1. Verträge für Promovierende, die den tatsächlichen Promotionszeiten entsprechen – also sechs, mindestens jedoch vier Jahre Regellaufzeit
  2. Dauerstellen für Daueraufgaben in Lehre und Forschung: Zeitverträge sind nur für die Qualifizierungsphase gerechtfertigt – diese ist mit der Promotion abgeschlossen
  3. Nach der Promotion entweder unbefristete Beschäftigung oder eine verbindliche Zusage zur Entfristung bei Erfüllung festgelegter Kriterien
  4. Die Streichung der Tarifsperre ohne Wenn und Aber: Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen Verbesserungen für die Beschäftigten aushandeln dürfen – so wie in anderen Branchen auch
  5. Einen verbindlichen Nachteilsausgleich bei Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Behinderung und chronischer Erkrankung sowie bei Nachteilen aus der Coronapandemie
  6. Eine Regelvertragslaufzeit von mindestens zwei Jahren für studentische Beschäftigte

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Hier geht’s zur Petition: https://weact.campact.de/petitions/stoppt-die-dauerbefristung-in-der-wissenschaft

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