Posted at 16:13h
in
Aktuelles
Hier gibt es
Folien, um die Petition auf Veranstaltungen zu bewerben:
Download
Wir sind auf eine starke Wissenschaft angewiesen, zum Beispiel um die sozialen und technologischen Herausforderungen von Klimakrise oder Digitalisierung zu meistern.
Das geht nur mit fairen Arbeitsbedingungen – doch viele Wissenschaftler*innen an Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen arbeiten in prekären Verhältnissen.
Fast neun von zehn wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sind befristet beschäftigt, 42 Prozent der Arbeitsverträge haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Planbarkeit für Lebenswege oder anspruchsvolle Projekte gibt es so nicht. Das muss sich ändern.
Der vorliegende Entwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes bleibt weit hinter den eigenen Versprechen der Ampel-Koalition zurück.
Frau Ministerin Stark-Watzinger, die prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft lassen sich so nicht bekämpfen. Wir fordern jetzt vom zuständigen Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung: Überarbeiten Sie den Entwurf grundlegend und bringen Sie eine echte Reform auf den Weg!
Als gemeinsames Bündnis gegen Dauerbefristung in der Wissenschaft haben NGAWiss, GEW, ver.di, DGB, fzs, bukof und N² PostDoc Net, Respect Science, Konferenzrat der Psychologie-Fachschaften-Konferenz, Personal- und Betriebsräte der Helmholtz-Gemeinschaft, Personal- und Betriebsräte der Leibniz-Gemeinschaft – Koordinierungsgruppe und Zusammenkunft aller Physikfachschaften (ZaPF) haben wir eine Petition initiiert:
Im Einzelnen fordern wir:
- Verträge für Promovierende, die den tatsächlichen Promotionszeiten entsprechen – also sechs, mindestens jedoch vier Jahre Regellaufzeit
- Dauerstellen für Daueraufgaben in Lehre und Forschung: Zeitverträge sind nur für die Qualifizierungsphase gerechtfertigt - diese ist mit der Promotion abgeschlossen
- Nach der Promotion entweder unbefristete Beschäftigung oder eine verbindliche Zusage zur Entfristung bei Erfüllung festgelegter Kriterien
- Die Streichung der Tarifsperre ohne Wenn und Aber: Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen Verbesserungen für die Beschäftigten aushandeln dürfen – so wie in anderen Branchen auch
- Einen verbindlichen Nachteilsausgleich bei Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Behinderung und chronischer Erkrankung sowie bei Nachteilen aus der Coronapandemie
- Eine Regelvertragslaufzeit von mindestens zwei Jahren für studentische Beschäftigte
.
Hier geht's zur Petition:
https://weact.campact.de/petitions/stoppt-die-dauerbefristung-in-der-wissenschaft