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An die akademisch interessierten Mitglieder der SPD

Der Koalitionsvertrag, über dessen Annahme die SPD-Mitglieder ab dem 20. Februar zu entscheiden haben, äußert sich – unauffällig und leicht zu übersehen – auch zum Thema Hochschule. Allen Mitgliedern, deren Herz für diesen wachsenden Bereich schlägt, bietet der Abschnitt Anhaltspunkte, Ja oder Nein zu sagen. Unser Eindruck ist: Die SPD-Führung hat hier wie im gesamten Vertrag bescheidene Erfolge erreicht, vage mehr versprochen und keine neue Idee.

Als Erfolg muss wohl gelten, dass der Koalitionsvertrag die bestehenden Bundeszuschüsse, zumal den Hochschulpakt verstetigt – bei weiter steigenden Studierendenzahlen. (Das Niveau wird nicht einmal gehalten, da die Unterstützung im Hochschulbau wegfällt.) Die miserablen Betreuungsrelationen dürften damit nicht zu heilen sein. Das Verhältnis Studierende pro Professur hat sich zwischen den Jahren 2005 und 2015 von 1:62 auf 1:73 verschlechtert, das der Studierenden pro Mitarbeiterstelle von 16,1 auf 17,6. Gute Studienbedingungen sehen anders aus. Zudem ist nicht absehbar, dass sich akademische Arbeitsverhältnisse erträglich gestalten lassen, wenn Lehr- und Forschungsbelastung des zunehmend befristeten Personals ständig anwachsen – aber das gehört bereits in die Rubrik vage Versprechen.

Als einzige konkrete Maßnahme, um die „Karrierewege in der Wissenschaft attraktiv zu halten“, wird angekündigt: „Wir wollen […] die Evaluationsergebnisse der letzten Novelle des Wissenschaftszeitvertrags auswerten.“ Offen bleibt, was daraus für „gute Arbeit in der Wissenschaft“ folgt – und was an den Karrierewegen bisher attraktiv gewesen sein soll (die GEW spricht hier von ‚blankem Zynismus’). Dass mittlerweile fünf Habilitierte auf eine Professur kommen, dass vor dieser und anderen Qualifikationen für die seltene Dauerstelle zahlreiche kurzfristige Verträge stehen, dass weit über 80% des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen in solchen befristeten Verhältnissen arbeiten und unter dem novellierten Gesetz nicht leichter Anstellung finden, kann man bereits jetzt sehen. Auch die entsprechende Überlastung der Professuren ist bekannt und wird zunehmend empirisch belegt. Hier wären bei beispiellos gefüllten Steuerkassen endlich Handlungen nötig, nicht weitere Aufschubaktionen.

Ideenlosigkeit in Form von “Wettbewerben”

Der Koalitionsvertrag enthält nicht nur hierzu keine Idee, sondern übernimmt durchgängig die Ideenlosigkeit, die als „Wettbewerb“ auftritt. Das Stichwort fällt zu fast jedem Tropfen, den man auf den heißen Stein geben will, etwa bei der akademischen Lehre. Vor allem wird aber die Strategie weitergeführt, für den vermuteten internationalen Wettbewerb pausenlos in nationalen Wettbewerben zu trainieren. Während in der Wissenschaft inzwischen fast alle sehen, dass die übertriebene Projektförderung zugunsten solider Grundfinanzierung korrigiert werden muss, setzt der Koalitionsvertrag auf die Exzellenzstrategie, DFG-Förderung und nun auch Bundesmittel für „ausgewählte forschungsstarke und exzellente Institute“. Das Elend des Anträgeschreibens, des Publikationsdrucks, befristeter Projektstellen und der finanziellen Vernachlässigung der Lehre wird damit fahrlässig ausgeweitet.

Die wissenschaftlich Beschäftigten können mit Sehnsucht auf die geplante Reform des allgemeinen Arbeitsrechts schauen, die der Maxime folgt: „Wir wollen den Missbrauch bei den Befristungen abschaffen. Deshalb dürfen Arbeitgeber mit mehr als 75 Beschäftigten nur noch 2,5 Prozent der Belegschaft sachgrundlos befristen.“ Hierfür wäre im Hochschulbereich, in dem die einzige regelhaft unbefristete Stelle die Professur ist, einiges zu tun. Umgekehrt können wir aus leidvoller Erfahrung alle anderen Beschäftigten warnen:

Hütet Euch vor Arbeitgebern, die ein Sonderbefristungsrecht für um die 200.000 Beschäftigte in ihrer Branche durchsetzen können. Und hüten wir uns besser vor denjenigen, die behaupten, diesem Koalitionsvertrag eine sozialdemokratische Handschrift gegeben zu haben.


Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft

Solidaritätsnote an tvstud

Der Druck entweicht nach oben – endlich!

(Die Rede wurde leicht abgeändert am 16.1.2018 auf der Warnstreik-Kundgebung am Bebelplatz gegenüber der HU gehalten)

Es ist in besonderem Maße beeindruckend, wie ihr euch als SHKs mit Entschiedenheit, politischer Klugheit und Mut euer Recht auf Streik nehmt. Dafür gebührt euch neben Respekt und Bewunderung auch ausdrücklich Solidarität.

Das gilt umso mehr angesichts der unverschämten Drohungen einzelner Hochschulen wie der FU Berlin die sich über euer Grundrecht zu streiken, hinwegzusetzen versucht. Solche Drohungen sind nichts Neues. Anlässlich einer Aktion von NGAWiss gegen prekäre Beschäftigung auf der Hochschulrektorenkonferenz im vergangenen November in Potsdam hieß es intern im Kreise der Hochschulrektor*innen (die ZEIT berichtete darüber), unsere Plakate, Slogans und Forderungen seien lächerlich; wer an der Universität keinen ordentlichen Vertrag erhalte, müsse halt gehen. Dass ein Rektor, der bis zu 150’000€ im Jahr verdient, auf solch hohem Ross sitzt, verwundert kaum.

Eine Erfahrung ist aber auch: Die Autorität so mancher Statthalter*innen des Systems ist angesichts hartnäckiger Aktionen von unten schon in sich zusammengefallen. Darum halte ich es mit den Worten eines US-amerikanischen Gewerkschafters, der bereits vor 100 Jahren wusste: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft ist eine Gruppe von Lehrbeauftragten und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, Promovierenden und PostDocs, Privatdozent*innen und auch ein paar Professor*innen. Wir kämpfen wie ihr für gute Arbeitsbedingungen an deutschen Universitäten und sind darum solidarisch mit euch und euren Forderungen. Viele unserer Kolleg*innen, die noch immer passiv bleiben, könnten und sollten eure Aktion zum Vorbild nehmen, selbst streikfähiger zu werden. Daran arbeiten wir. Und wie mühsam scheint das manchmal in diesem Land, in dem gerade Arbeitende an Hochschulen Streiks für das Relikt einer lange vergangenen Epoche zu halten scheinen. Es sind dieselben, die im Jargon einer noch länger vergangenen Epoche vom ‚Dienst’ statt vom ‚Job’ sprechen und sich Verbesserungen von brav bittenden Sonntagsreden an die Professor*innen und Rektor*innen erhoffen. Ihr brecht damit und zeigt: Es geht auch anders!

Gemeinsam, kollektiv und solidarisch kämpfen…

Endlich, muss man mit Blick auf die Geschichte sagen: Denn der bisherige Tarifvertrag der studentischen Beschäftigten in Berlin ging auf den sogenannten Tutor*innenstreik an der TU im Jahre 1986 zurück. Erst 2013 machten in Jena streikende studentische Beschäftigte mit der Forderung nach Urlaub auf sich aufmerksam. Im Jahr 2015 kämpften Studierende der Goethe-Universität in Frankfurt am Main für bessere Arbeitsbedingungen. Seit letztem Jahr ist endlich Bewegung in den Arbeitskampf gekommen: Ihr habt innerhalb kürzester Zeit in Zusammenarbeit mit GEW und ver.di geschafft, streikfähig zu werden. Herzlichen Glückwunsch und Respekt für diesen Streik!

Wir von NGAWiss. haben es im Jahr 2017 immerhin endlich geschafft, uns als Mittelbau der Hochschulen und Forschungseinrichtungen bundesweit zur organisieren und nachhaltig Kritik an den Arbeitsbedingungen in Wissenschaft und Lehre zu üben. Wir haben uns insbesondere organisiert, um gegen Prekarität und Befristung von Jobs zu kämpfen.

Wisst ihr, dass an vielen Unis über 50% von uns nur für 1 Jahr oder weniger angestellt sind? Schon im folgenden Jahr sind viele von uns an einer anderen Uni beschäftigt – oder arbeitslos.

Liebe Hochschulleitungen, verratet uns: Wie sollen wir unter diesen Bedingungen gute Arbeit leisten und Kontinuität in der Lehre gewährleisten? Und wie sollen Universitäten nicht nur ein Ausbildungsort, sondern ein Raum der Bildung, besser noch: ein Raum der gesellschaftskritischen Bildung sein, wenn dort studentische Hilfskräfte forschen und lehren, assistieren, Labors am Laufen halten, transkribieren, Literaturrecherchen machen – und dafür in keiner Weise angemessen bezahlt werden?

… für Selbstorganisation und kritische Bildung

Und was antworten sie, in den heutigen, neoliberalen unternehmerischen Hochschulen? Sie antworten: „Hab ich keinen Plan, dann schaff ich mir nen Hiwi an. Die sind billig und willig und flexibel einsetzbar, nicht zuletzt in der Verwaltung und als Kopierassistent*innen.“

Weil die meisten Professor*innen, Hochschulleitungen und Regierungsparteien keinen Plan und wohl auch gar nicht das Ziel haben, längerfristige Personalplanung zu betreiben, Mittelbaustellen zu entfristen und Arbeit angemessen zu bezahlen, sind wir alle derart überlastet, dass versucht wird, diese Überlastung nach unten weiterzugeben: An euch.

Doch sie wissen jetzt: Ihr lasst sie damit nicht mehr durchkommen. Stattdessen gebt ihr den Druck nach oben weiter. Lasst uns, Studierende und Mittelbau-Arbeiter*innen, dabei an einem Strang ziehen. Denn nur so ist es möglich, ein ausreichend starkes politisches Subjekt zu bilden, das sich nicht egoistisch allein für die Interessen des eigenen Berufsstandes einsetzt, sondern gemeinsam kollektiv und solidarisch: Studentische Beschäftigte ebenso wie Lehrbeauftragte, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ebenso wie Privatdozent*innen. Lasst uns gemeinsam kämpfen für Universitäten, die Freiräume schaffen für Begegnung und für Selbstorganisation, für kritische Analysen und für solidarische Utopien. Das können nur Universitäten sein, an denen studentische Beschäftigte und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in angemessenen sicheren und bezahlten Jobs von ihrer Arbeit leben können.

Daher fordern wir:

Angemessene tarifliche Bezahlung und Mindestvertragslaufzeiten für studentische Hilfskräfte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Regelfall für die Promotion sowie die regelhaft entfristete Beschäftigung für Post-Docs.

Angemessene Entlohnung von Lehraufträgen und Titellehre.

Zu unserem Forderungskatalog….hier lang

Rückblick und Ausblick

Liebe Kolleg*innen, Aktive und Interessierte,

hoffentlich seid ihr und sind Sie alle gesund ins Neue Jahr gerutscht. Sozusagen als guten Vorsatz und erste Neuerung möchten wir sogleich den NGAWiss-Jour-fixe ankündigen:

Ab sofort trifft sich der Koordinationskreis immer am 2. Freitag eines jeden Monats (Ort zunächst: TU Berlin, Hardenbergstr. 16-18 (unweit S/U Zoologischer Garten), 6. Etage, Raum 6.06). Neue wie alte Gesichter sind herzlich willkommen! Eine Onlinezuschaltung ist nach vorheriger Anmeldung an email hidden; JavaScript is required auch kein Problem. Der nächste Termin ist also der 9. Februar 2018.

Bevor wir mit euch hoffnungsfroh das NGAWiss-Jahr 2018 in Angriff nehmen, möchten wir noch einmal kurz daran erinnern, was alles seit der Gründung des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft im Januar 2017 schon passiert ist. Da waren:

  • Anfang Mai ’17 die Erarbeitung eines Forderungskatalogs bei ver.di, gekoppelt mit einem zweiten bundesweiten Treffen
  • Anfang Juli ’17 ein Workshop zum Thema „Wie gründe ich eine Mittelbauini?“ in Frankfurt in Zusammenarbeit mit unter_bau
  • Ende August die Präsentation unserer Wahlprüfsteine bei der Bundespressekonferenz in Berlin
  • das dritte bundesweite Treffen im Vorfeld der Strategiekonferenz mit der GEW im November in Berlin sowie
  • der anschließende Besuch bei der HRK in Potsdam (mit Unterstützung von TVStud)
  • die Gründung des Vereins für Gute Arbeit in der Wissenschaft, für den wir nun die Gemeinnützigkeit anerkennen lassen wollen
  • am 16.12. der NGAWiss-Jahresabschluss auf der Demo von TVStud in Berlin
TVStud Demo 16.12.17 Berlin

Einen hübschen Überblick über die NGAWiss-Aktivitäten bietet auch die Sammlung unserer Pressemitteilungen sowie der Pressespiegel auf der Webseite: http://mittelbau.net/2017/11/13/pressespiegel/

Offiziell besteht das Netzwerk mittlerweile aus 23 Initiativen des akademischen Mittelbaus: http://mittelbau.net/netzwerkpartner/

Wir sagen Danke, denn stark sind wir nur gemeinsam – auch in Zukunft!

Im Januar und Februar 2018 erwartet uns dies:

  • 16.1.18: 14 Uhr Kundgebung Berlin – Warnstreik der SHKs am Bebelplatz gegnüber HU mit NGAWiss-Redebeitrag
  • 25.1.18: 18 Uhr Vortrag+Diskussion “Lohnarbeit im Wissenschaftsbetrieb” mit Peter Ullrich und Sonja Dolinsek von NGAWiss an der HU Berlin, Unter den Linden 6, Raum 2097. Flyer im Anhang: https://www.facebook.com/events/749550118549054/
  • 2.2.18: Folge-Vertnetzungstreffen des hessischen Mittelbaus am Nachmittag in Kassel. In Hessen hat Ende November unter Beteiligung von GEW, ver-di und NGAWiss die regionale Vernetzung im Mittelbau begonnen. Ziel ist es im anstehenden Landtagswahlkampf Forderungen zu platzieren. Infos und Anmeldungen per Mail: email hidden; JavaScript is required
  • 9.2.18: Jour fixe von NGAWiss in Berlin + Option Livezuschaltung [Ort zunächst: TU Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft, Hardenbergstr. 16-18 (Nähe S/U Zoologischer Garten), 6. Etage, Raum 6.06]

Aktuell tut sich außerdem Folgendes:

  • In Berlin sind die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen am 16.1. zum Streik aufgerufen. In dem Aufruf von ver.di und GEW heißt es dazu: “Mit dem Warnstreik verfolgen wir das Ziel, unsere Forderungen unter anderem nach Erhöhung des Stundenlohns auf 14 € und der dynamischen Anpassung des Lohns an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst durchzusetzen.
    Nach 5 Verhandlungsrunden, in denen sich die Hochschulen bei unseren wesentlichen Forderungen kaum bewegt und unsere Vorschläge vom Tisch gewischt haben, haben wir die Verhandlungen zu einem neuen Tarifvertrag der studentischen Beschäftigten (TVStud) am 11.12.2017 für gescheitert erklärt.”
    Wir sind mit dem Herzen und konkret auch mit Redebeiträgen auf den anstehenden Kundgebungen (16.1. – 14 Uhr Bebelplatz gegenüber HU) dabei.
  • Unser Netzwerkmitglied „Kommission für gute Arbeit in der Wissenschaft in der Gesellschaft für Medienwissenschaft” hat einen Kodex erarbeitet und verabschiedet, in dem es u.a. heißt: “Unter den herrschenden Bedingungen leiden nicht nur einzelne Betroffene, sondern sie schaffen insgesamt eine Atmosphäre, die sich negativ auf die Qualität und Vielfalt medienwissenschaftlicher Forschung und Lehre auswirkt.“ Alle Infos hier: https://www.gfmedienwissenschaft.de/kodex
  • Eine offener Brief von Science for the People in Solidarität mit unseren türkischen Kolleg*innen die den Repressionen des Erdogan Regime ausgesetzt sind. Bitte unterzeichnet und verteilt: https://goo.gl/forms/bWh1ZlkKNgvQZdQh1

Wir wünschen euch und uns ein Jahr voller guter Arbeit, fairen Arbeitsbedingunegn, inspirierter Muße und fröhlichem Nichtstun!

Wollt ihr regelmäßig Infos aus dem Netzwerk, tragt euch hier in den Newsletter ein: https://lists.notraces.net/mailman/listinfo/n-gawiss

Die nächste Einladung zu einem Vierten Bundestreffen des Netzwerks folgt nach dem 9.2.2018.

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Web
: http://mittelbau.net
facebook: Mittelbau
Twitter: @NGA_Wiss

Komm auf slack

Du fragst dich, wie wir – die Initiativen und Einzelpersonen im Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft – miteinander kommunizieren?

Wir kommunizieren bundesweit über „Slack“. Slack heißt die Kommunikationsplattform, die wir bei NGAWiss benutzen.

Möglicherweise denkst du: oh nein, nicht noch eine neue Kommunikationstechnik lernen. Doch wir wollen dir Mut machen! Auch mit wenig Erfahrung mit sozialen Netzwerken kannst du das Prinzip schnell verstehen. Slack bietet viele tolle Möglichkeiten!

Warst du schon einmal bei einem NGAWiss-Treffen und willst an der Plattform teilhaben? Dann schreib eine Mail an: email hidden; JavaScript is required

Für einen ersten Einstieg haben wir ein Dokument erstellt, um die Hemmschwelle zu überwinden: Zum Dokument

 

Aber Achtung:
Die Kommunikationsplattform Slack kann keine analogen Treffen ersetzen! Erst, wenn wir uns regelmäßig an den vielen Standorten in Deutschland treffen, können wir auch auf Slack die Übersicht behalten und verstehen, was da auf der Plattform diskutiert und bearbeitet wird!

Ansprache an die HRK

(c) Katharina Maria Schmitt

Guten Tag,

wir freuen uns, für fünf Minuten Ihr Ohr zu haben, um ein Problem anzusprechen, das praktisch jeden von uns, die wir als akademischer „Nachwuchs“ bezeichnet werden, als Einzelkämpfer*in betrifft, solange wir Wissenschaft betreiben – und das uns im Einzel­kämpfertum zumeist auch gefangen hält. Im Namen einer besseren Hochschule und einer besseren Wissenschaft möchten wir dieses Problem als das kollektive und struk­turelle thematisieren, das es ist, und Sie zur Auseinandersetzung damit auffordern.

Dieses im hochschulpolitischen Diskurs meist als „Flaschenhalsproblematik“ ange­sprochene Problem stellt sich in klaren Zahlen wie folgt dar: Auf eine einzige Professur, also den unter den aktuellen Verhältnissen nahezu einzigen unbefristeten Stellentyp, kommen, wenn man die Frequenz ihrer Besetzbarkeit zugrundelegt: fünfundzwan­zig Doktorand*innen, ca. acht Postdoktorand*innen und fünf Habilitierte. Je nach Qualifizierungsstufe werden also  80, 88 oder 96 Prozent von uns, die wir Wissenschaft betreiben und dafür ausgebildet werden und sind, nur qualifi­ziert, um zu irgendeinem – für die Einzelnen nie absehbaren, aber nahezu unausweichlichen – Zeitpunkt wieder disqualifiziert zu werden.

In der Presse liest man zu diesem Problem, die deutschen Hochschulen funktionierten „wie eine Firma, die alle Angestellten unwiderruflich kündigt, die es nicht in einer gewissen Zeit zum Abteilungsleiter gebracht haben“. (WDR) Nachzu­tragen wäre, dass die „gewisse Zeit“ im Falle der 80% meist ein halbes Berufsleben ausmacht.  Doch angesichts kürzester Vertragslaufzeiten, angesichts Massenandrangs auf jede ausgeschriebene Stelle und Berufs­verbotsdrohung durch die Weise, in der die Hochschulen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz auslegen, beschreibt vielleicht auch ein anderes Bild unsere Lage. Wir kommen uns vor wie eine Heerschar, die, abwechselnd rennend und in Deckung gehend, unter Dauerbeschuss die Stellung der wissenschaftlichen Exzellenz erobern soll, in dem sicheren Wissen, dass auf dem Wege dahin nahezu alle liegenbleiben werden. Wir sind 145 000, von denen 8000 übrig geblieben sein werden, wenn sie den Status erreichen, mit dem man Wissenschaftler*innen nicht nur sein darf, sondern es auch bleiben. Manche nennen das mit einem nicht viel weniger martialischen Bild Bestenauslese; gemeinsam ist beidem, dass die Vielen vor allem dazu da sind, die Wenigen zu befördern.

Unser Aufruf an Sie lautet daher: Machen Sie uns nicht länger zum Kanonen­futter einer Wettbewerbsideologie, die mehr Karriereleichen produziert als Karrie­risten. Hören Sie auf, uns als wissenschaftlichen Nachwuchs zu bezeichnen, wenn doch „Nachwachsen“ für die meisten nichts Besseres heißt, als untergepflügt zu werden wie die schief gewachsene Kartoffel oder die Gurke mit falschem Krümmungs­grad. Als Hochschulleitungen sorgen Sie alltäglich dafür, dass fast niemand von uns nach Ablauf der Zwölf-Jahres-Frist weiterbeschäftigt wird, wie in anderen Berufen schon nach zwei Jahren. Stattdessen werden wir hochqualifiziert in die Beschäftigungs­losigkeit entlassen, werden langwierig erworbener Sachverstand, Erfahrung und Wissen mit Ihrer praktischen und ideellen Zustimmung entwertet. Die nächste Kartoffel könnte ja runder sein, und Produktionsmittel gibt es reichlich.

Als Teil der Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat die HRK 2011 das Wissen­schafts­zeitvertrags­gesetz zu einem „unverzichtbaren Instrument“ erklärt, „um die hohe Qualität unseres wissen­schaftlichen Personals zu sichern“. Ihr Standpunkt ist also offenbar, dass gute Forschung und Lehre durch die Selektion der sie Betreibenden zu gewährleisten sei – und nicht durch Arbeits­verhältnisse, die es ermöglichen, sich auf die Kernaufgaben der Wissenschaft zu konzentrieren.

In einer Zeit, in der die Freiheit der Wissenschaft bedeutsamer ist denn je, fordern wir Sie auf, diesen Standpunkt zu revidieren. Nicht nur wir haben inzwischen den Eindruck, dass der Zwang zu Selbstdar­stellung und karrieretechnischer Über­lebenssicherung, der Wettbewerb um Drittmittel und hochrangige Publikationsorte (an dem wir mal aktiv, mal abhängig teilnehmen müssen) und eine permanente Evaluie­rungsaktivität Forschung und Lehre zusehends zur Nebensache degradieren. So aber sabotiert eine Personalpolitik der Prekarisierung und Endlosselektion die Wissen­schaft durch ihre eigenen vermeintlichen Qualitätssicherungs­maßnahmen. Es sind nicht Angst, Abhängigkeit, Opportunismus und Über­lebenswille, die Wissenschaft zum Blühen bringen, sondern Autonomie und die Möglichkeit langfristig selbst­bestimmten Arbeitens. Trauen Sie Ihren Beschäftigten zu, das unter Beweis zu stellen – und erkennen Sie mit praktischen Maßnahmen an, wie sehr wir es schon unter Beweis gestellt haben.

Hiermit laden wir uns selbst auf die nächste Hochschulrektor*innenkonferenz ein. Wir sind das “Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss)” – und freuen uns von Ihnen zu hören.
Auf Wiedersehen!

Pressespiegel

26.11.2017 Süddeutsche Zeitung: Der Widerstand an den Unis wächst

17.11.2017 taz: Prekäres Kanonenfutter

TVStud Demo 16.12.17 Berlin

15.11.2017 GEW: Lehrstühle überwinden, Arbeitsbedingungen verbessern

15.11.2017 neues deutschland: Dauerstellen im Mittelbau

15.11.2017 junge Welt: Fünf Minuten

14.11.2017 Deutschlandfunk: Konkurrenzkampf und Kinderlosigkeit

14.11.2017 taz: arbeitsbedingungen an den unis – Zeitgemäß wie ein Talar

14.11.2017 Potsdamer Neueste Nachrichten: Protest für bessere Uni-Jobs Kritik zum Treffen der Hochschulrektoren

09.11.2017 Die ZEIT: Machtmissbrauch in der Wissenschaft

12.10.2017 WDR: Arme Akademiker zwischen Professur und Prekariat?

13.11.2017 Gemeinsame Tagung mit der GEW

04.09.2017 die.tageszeitung: Teures Wahlkampfthema Uni

01.09.2017 Junge Welt: Erzwungene Flexibilität

01.09.2017 Neues Deutschland: Exzellente Ausbeutung

21.06.2017 Chemistryworld: Fixing Germany’s academic pipeline

18.05.2017 Junge Welt: »Gemeinsam kampagnenfähig werden«

12.05.2017 Deutschlandfunk: Widerstand an deutschen Hochschulen wächst

26.04.2017 Spiegel Online: Aufstand in den Lernfabriken

02/2017 Deutsche Universitätszeitung (duz): Kollektiver Widerstand (von Ruben Schenzle)

NGAWiss-Pressekonferenz am 31.8.2017 in Berlin

20.02.2017 detektor.fm: Job oder Familie – eine unmögliche Wahl

19.02.2017 Süddeutsche Zeitung: Wissenschaftliche Mitarbeiter – Risiko inbegriffen

16.02.2017 Süddeutsche Zeitung: Wissenschaft in der Warteschleife

15.02.2017 Frankfurter Allgemeine Zeitung: Niedriglohnsektor mit höchsten Ansprüchen – nur in der Printausgabe

14.02.2017 Zeitschrift für Medienwissenschaft: Für Gute Arbeit in der Wissenschaft!

07.02.2014 BR 2 Zündfunk: Schöne Worte reichen nicht – der Mittelbau organisiert sich

NGAWiss-Gründungskongress in Leipzig 21.01.2017

05.02.2017 Süddeutsche Zeitung: Der Mittelbau macht mobil (von Peter Grottian)

25.01.2017 detektor.fm: Besser ohne Lehrstuhl?

24.01.2017 MDR: Netzwerk kämpft gegen prekäre Arbeit in der Wissenschaft

21.01.2017 MDR: Netzwerk will Uni-Mitarbeitern das Streiken beibringen

19.01.2017 Jungle World: Keine Liebe für den Schreibtisch (von Ruben Schenzle)

19.01.2017 ZEIT Chancen: Mobilisieren, statt jammern! (von Peter Ullrich)

17.11.2016 Jungle World: Der Muff der Exzellenz (von Peter Ullrich)

 

Aufruf 14.11.

Eintreten! – Für Gute Arbeit in Forschung und Lehre

Wir sind die 93 Prozent!

Flyer Kundgebung

Am 14. November 2017 tagt in Potsdam die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die sich selbst „Stimme der Hochschulen“ nennt. Wir meinen: da fehlt etwas! Die zahlreichen Stimmen der Beschäftigten im so genannten Mittelbau oder wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Stimmen der fast 200.000 Menschen also, die täglich engagiert und kompetent den größten Teil der Arbeit in Forschung und Lehre stemmen, und dafür seit Jahrzehnten mit Billigjobs, Kurz- und Mittelfristverträgen, persönlicher Abhängigkeit, unsicheren Zukunftsperspektiven und entgrenzter Arbeit „belohnt“ werden.

Weil sich das ändern muss, weil Arbeit in der Wissenschaft kein Abenteuersport, sondern ein Beruf ist, weil diese prekären Arbeitsverhältnisse auch die Studienbedingungen der Studierenden verschlechtern und weil wir nicht einsehen, dass unsere Stimmen in Hochschulgremien und -politik systematisch überhört werden, werden wir die Hochschulrektorenkonferenz mit unseren Forderungen konfrontieren.

Kommt zahlreich und bringt Kolleg*innen mit zur Kundgebung

Am Dienstag, den 14.11.17 um 8:30 vor der Hochschulrektorenkonferenz

Audimax, Am Neuen Palais 10, Haus 8, 14469 Potsdam

++++++Und: WEITERSAGEN++++++

Pressemitteilung 31.08.2017

Presseerklärung zur Bundespressekonferenz am 30.08.2017

Qualität statt Prekarität

Wissenschaftler*innen fordern das Ende der Ausbeutungsstrukturen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Seit Jahren verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen in der deutschen Wissenschaft. Befristungen von unter einem Jahr, die Unter- oder Nicht-Entlohnung von Lehrtätigkeit und der Verschleiß von hoch qualifiziertem wissenschaftlichem Personal sind inzwischen der Regelfall. 75% aller wissenschaftlich Beschäftigten haben befristete Arbeitsverträge. Zum Vergleich: in Frankreich und Großbritannien sind lediglich ein Viertel, in den USA sogar nur ein Fünftel der wissenschaftlichen Arbeitsverträge befristet.

Grafik nach R. Kreckel: Akademischer Nachwuchs als Beruf?, S. 5/16. Unter: http://www2.soziologie.uni-halle.de/emeriti/kreckel/docs/nachwuchs-weber-txt-fertig-kre.pdf

„Das deutsche Universitätssystem, das in politischen Sonntagsreden so hoch gelobt wird, basiert zu Teilen auf der Ausbeutung derer, die ohne Absicherung und ohne angemessene Bezahlung unterrichten”, sagt PD Dr. Ulrike Stamm.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die schlechten Bedingungen für Wissenschaftler*innen in Deutschland. Es wird allgemein anerkannt, dass die derzeitigen Zustände unhaltbar sind. Doch trotz oder gerade wegen aller Maßnahmen, die die Politik in den letzten Jahren ergriffen hat, hat sich die Situation nur verschlimmert. Dies gilt insbesondere für die inzwischen immer umfangreicheren Forschungsmittel, die der Bund über die Exzellenzförderung sowie über spezifische Forschungsprogramme als Drittmittel vergibt. Mehr Geld fließt, doch dieses Geld ist projektgebunden und verstärkt damit die Praxis und Zahl der Befristungen.

„Das Geld, das der Bund in den letzten Jahren in die Bildung investiert hat, hat die Arbeitsbedingungen der Akademiker*innen tendenziell noch verschlechtert. Wir brauchen weitaus umfassendere Reformen. Geld allein kann die Probleme nicht beheben“, so Dr. Mathias Kuhnt.

Die Grundfinanzierung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen reicht immer weniger zur Deckung der Grundaufgaben der Hochschulen, ist in den letzten Jahren tendenziell gesunken, während viel Geld in Maßnahmen wie die Exzellenzinitiative und projektgebundene Forschungsförderung geflossen ist. Gleichzeitig steigen die Studierendenzahlen. Die Hochschulen sind so gezwungen, immer mehr Lehre durch den massenhaft prekär beschäftigten Nachwuchs sowie unbezahlte Privatdozent*innen und unterbezahlte Lehrbeauftragte zu bewältigen. Dies wirkt sich nicht zuletzt auf die Qualität der Lehre sowie der Betreuung aus, die immer schlechter zu gewährleisten sind.

Die Forschung leidet derweil unter einer Struktur, in der wenige Professor*innen zunehmend die einzig permanenten Arbeitskräfte an der Universität sind. Auch ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern sich, weil die akademische Selbstverwaltung und immer umfangreichere Verwaltungsaufgaben für immer mehr befristet beschäftigte Kollegen*innen zu bewältigen sind. Gleichzeit steigt die Macht der Professor*innen und damit die Gefahr von Missbrauch und Korruption, was die Forschungsqualität ebenfalls bedroht.

„Wissenschaftspolitik kommt im Wahlkampf kaum vor, während sich scheinbar alle einig sind, dass wir in einer Wissensgesellschaft leben. Die wissenschaftspolitischen Programme der Parteien enttäuschen überwiegend. Wir freuen uns, dass einige Parteien mehr Geld in die Wissenschaft stecken wollen, doch ohne die notwendigen umfangreichen Reformen wird dieses Geld keine bessere Lehre und Forschung ermöglichen“, so Mathias Kuhnt.

Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Kolleg*innen zur Verfügung:

Mathias Kuhnt
Mobil:  0176/20590002
Mail: email hidden; JavaScript is required
Ulrike Stamm
Mobil: 0176/76159262
Mail: email hidden; JavaScript is required
Fabian Frenzel
Mobil: 0157/39624813
Mail: email hidden; JavaScript is required

Zur Pressemitteilung als pdf hier klicken.

NGAWiss-Forderungen

Seit einigen Jahren wächst der Protest der Mittelbau-Initiativen, PromovierendenVerbände und anderer Betroffener. Im Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft haben sich im Januar 2017 in Leipzig über 100 Vertreter*innen aus über 30 wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen zusammengeschlossen. 
Heute stellt das Netzwerk seine Forderungen für eine umfassende Reform des deutschen Wissenschaftsbetriebs vor. 
Im Einzelnen fordert NGAWiss in dem 7-seitigen Forederungskatalog:
  • Unbefristete Beschäftigungsverträge nach der abgeschlossenen Promotion
  • Die Abschaffung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
  • Eine angemessene, verlässliche und flächendeckende Grundfinanzierung der Hochschulen
  • Die Abschaffung der Lehrstühle zugunsten demokratischer Strukturen an Fachbereichen und Instituten
  • Die Trennung von Arbeitgeber/in und Betreuer/in der Qualifikationsarbeit
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Regelfall, v.a. auch in der Qualifikationsphase
  • Die angemessene Entlohnung aller Lehrleistungen (v.a. Lehraufträge, sog. „Titellehre“ u.a.)
  • Die Abschaffung der Habilitation als Qualifikationsstufe

Der ausfürliche Forderungskatalog findet sich hier.

 

Pressemitteilung 29.05.2017

Hunderte unbezahlte Privatdozent*innen lehren an Berliner Universitäten

Wie aus der Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage von Tobias Schulze von der Partei DIE LINKE hervorgeht, leisten in Berlin im Jahr 2017 etwa 750 Privatdozent*innen (PD) eine nahezu unbezahlte Lehre. Insgesamt werden somit jährlich um die 750 Seminare ohne Bezahlung abgehalten, denn die seit den 1980er Jahren unveränderte Vergütung von 153,59 Euro pro Seminar kann nur als Schutzgebühr gelten. Wenn die Titellehre mit Lehraufträgen abgedeckt würde, müssten die Universitäten zusätzlich ungefähr 500.000 Euro aufbringen, die sie gegenwärtig auf Kosten der häufig in prekären Umständen lebenden PD einsparen.

Die vorgelegten Zahlen machen zudem deutlich, wie sehr die Misere der PD auch durch die fehlenden Dauerstellen im Mittelbau verursacht wird, denn nur sehr wenige sind hauptberuflich angestellt: An der gesamten Humboldt-Universität waren es im Jahr 2015 nur fünfzehn PD gegenüber 232 ohne hauptberufliches Beschäftigungsverhältnis;  an der Freien Universität betrug das Verhältnis 41 von 327. Die Technische Universität meldet sogar, dass unter ihren 250 PD bei stichprobenhaften Prüfungen überhaupt keine hauptberuflich Beschäftigten gefunden wurden.

Gar nicht in der Statistik enthalten ist die miserable Bezahlung von Prüfungsarbeiten, deren Bezahlung nach der Richtlinie für die Vergütung von Lehraufträgen den einzelnen Hochschulen überlassen wird. Die Betreuung einer Bachelorarbeit wird bspw. an der Humboldt-Universität mit 35 Euro abgegolten. Dies liegt weit unter dem von den Hochschulen für angewandte Wissenschaften gezahlten Satz. So vergütet die HWR die Betreuung und Begutachtung einer Abschlussarbeit immerhin mit 245 Euro. Es ist höchste Zeit, dass sich an dieser Ausbeutung sowie der Erpressung zu kostenloser Lehre etwas ändert.

LINK zur Anfrage von MdA Tobias Schulze sowie der Antwort des Senators

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Kollegin zur Verfügung

Ulrike Stamm – HU Berlin
Mobil: 0176 76159262