Archiv für den Monat: März 2019

BMBF reagiert – Pressemitteilung zum Erfolg der Kampagne “Frist ist Frust”

Pressemitteilung 26.03.2017

Die Entfristungskampagne des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) mit ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie vielen weiteren Unterstützer/innen zeigt Wirkung: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beginnt sich unserer Forderung anzuschließen, mit dem neuen Hochschulpakt neue Dauerstellen zu schaffen. Mit dem Vertrag sollen Anreize für die Schaffung von Dauerstellen implementiert werden. Was bis vor wenigen Tagen noch als völlig unwahrscheinlich galt, ist dem Wissenschaftsjournalisten Jan-Martin Wiarda zufolge in den derzeitigen Verhandlungen von Bund und Ländern eingetreten: „Unbefristetes wissenschaftliches Personal“ soll neben den bisher von den Ländern diskutierten Parametern „Studienanfänger“, „Studierende in der Regelstudienzeit plus zwei Semester“ und „Absolventen“ ein Kriterium für die Vergabe der Gelder im verstetigten Hochschulpakt sein und dabei mit 25 Prozent gewichtet werden.

Wir begrüßen, dass der Bund sich in unsere Richtung zu bewegen beginnt. Jedoch scheint uns ein Faktor von 25 Prozent angesichts der dramatischen Lage des zu 90% und häufig auf Kurzzeitverträgen von unter einem Jahr befristeten Mittelbaus zu gering. Zudem ist bislang nicht geklärt, auf welche Weise diese Komponente implementiert werden soll. Die Kernforderung der im März 2019 gestarteten Kampagne „Frist ist Frust / Entfristungspakt 2019“ lautet hingegen aus gutem Grund, dass aus Hochschulpaktmitteln finanzierte Stellen sämtlich und überprüfbar entfristet werden. Zudem sollen sie ein Lehrdeputat von höchstens 8 Semesterwochenstunden aufweisen. Selbst die volle Erfüllung dieser Forderung wäre allenfalls ein erster Schritt hin zu einer regulären, unbefristeten Beschäftigung promovierter wissenschaftlicher Arbeitskräfte, wie ihn NGAWiss anstrebt.

Dazu Florian Kappeler von NGAWiss: “Das Bundesministerium ist nun endlich den ersten Schritt auf dem Weg zu verbindlichen Maßnahmen gegen das Befristungsunwesen an den Hochschulen gegangen. Jetzt ist es an den Ländern, sich zu bewegen – und den Worten aus dem BMBF müssen Taten folgen.”

Die Länder haben sich bislang allerdings nicht einmal in Richtung des Bundesministeriums bewegt – wollen sie sich tatsächlich von einer CDU-Bundespolitikerin in Sachen Entfristung überholen lassen? Die Verhandlungen werden bislang von den Staatssekretär*innen des Bund und der Länder hinter verschlossenen Türen geführt. Abgeordnete des Bundestages oder der Länderparlamente werden nicht beteiligt, geschweige denn zivilgesellschaftliche Akteure. Bis zur abschließenden Verständigung von Bund und Ländern in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) gilt es darum den Druck zu erhöhen. Es ist höchste Zeit, dass verbindliche Schritte gegen das Befristungsunwesen unternommen werden. Wir werden genau beobachten, ob die Länder sich hieran beteiligen oder Fortschritte verhindern, und wir werden die Entscheidungen der GWK aufmerksam verfolgen und mit unseren Mitteln aktiv begleiten.

Bundesweites Netzwerktreffen 2.-3. Mai

Bundesweites Netzwerktreffen:
„Entfristung“!

Anmeldung: bitte per email hidden; JavaScript is required (Betreff: „Anmeldung Netzwerktreffen 2019“)

Unser bundesweites Netzwerktreffen findet am 2.-3. Mai 2019 in Berlin statt. Das Hauptthema ist Entfristung: Unser Vernetzungstreffen steht im Lichte des zu erwartenden Beschlusses der GWK über die Hochschulpaktmittel am Fr (3.5.) Vormittag. Im Kontext des Treffens sind verschiedene Aktionen zur Unterstützung unserer Kampagne Frist ist Frust geplant – nähere Informationen folgen bald. Wir fordern mit Nachdruck, dass die nunmehr unbefristet gewährten Hochschulpakt-Mittel für die Universitäten in entfristete Dauerstellen münden!

Zum Programm: Neben ausreichend Raum zur Vorstellung bundesweiten Initiativen, für Erfahrungsaustausch und Vernetzung (Do) wollen wir in zwei Workshops (Fr) gemeinsam arbeiten: Zur (Gegen-)Evaluation des WissZeitVG und zur Modellentwicklung einer (Neu-)Finanzierung der entfristeten (!) Hochschule.

Dies sind die Eckdaten:

  • Do 2.5.2019
    • 13:30-15:00 Kundgebung „Heraus zum 2. Mai!“ vor dem BMBF Berlin (Kapelle-Ufer 1, Berlin – Nähe Hauptbahnhof)
    • 16:00-19:15 Netzwerkttreffen im „aquarium“ (Skalitzer Str. 6, Berlin)
    • Schwerpunkt: Ini-Vernetzung, Erfahrungsaustausch
    • danach gemeinsamer Ausklang
  • Fr 3.5.2019
    • 9:30-18:00 Netzwerkttreffen im „aquarium“ (Skalitzer Str. 6, Berlin)
    • Schwerpunkt: Workshops zur Entfristung

Wir sorgen für vegetarische und vegane Verpflegung. Dafür bitten wir vor Ort um Spenden. Wir können in sehr begrenztem Umfang privat Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Für die Finanzierung der Reisekosten wendet euch bitte an eure Gewerkschaften. Wir sprechen v.a. deutsch und können je nach Bedarf vor Ort Flüsterübersetzungen organisieren bzw. ins Englische wechseln. Falls ihr Bedarf an Kinderbetreuung habt, schreibt bis 12.4. mit dem Betreff „Kinderbetreuung“ + Alter + Zeiträume eine email hidden; JavaScript is required.

Wir bitten um Anmeldung an email hidden; JavaScript is required (Betreff: Anmeldung Netzwerktreffen 2019)

In Kooperation mit:
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Pressespiegel

27.02.2019 junge Welt: »Streiks wären geeignetes Druckmittel«


29.11.2018 BR: Ohne feste Stelle

15.06.2018 Radio Corax: Ausbeutung und Protest

13.06.2018 neues deutschland: Lernen, aufrecht zu gehen

13.06.2018 Rhein-Neckar-Zeitung: Zufrieden und unzufrieden zugleich

05.06.2018 Tagesspiegel: Junge Akademie rüttelt am Lehrstuhl

30.05.2018 taz: Das Ziel ist der Streik

25.05.2018 deutschland3000: Prekäres Arbeiten in der Wissenschaft (Video)

20.04.2018 Spiegel online: Junge Professoren fordern Abschaffung der Lehrstühle

09.04.2018 WDR: Widerstand gegen Arbeitsbedingungen an Universitäten

17.02.2018 neues deutschland: Theoretische Schatzsucher

30.01.2018 ZDF morgenmagazin: Streit um befristete Arbeitsverträge


27.11.2017 Süddeutsche Zeitung: Der Widerstand an den Unis wächst

17.11.2017 taz: Prekäres Kanonenfutter

TVStud Demo 16.12.17 Berlin

15.11.2017 GEW: Lehrstühle überwinden, Arbeitsbedingungen verbessern

15.11.2017 neues deutschland: Dauerstellen im Mittelbau

15.11.2017 junge Welt: Fünf Minuten

14.11.2017 Deutschlandfunk: Konkurrenzkampf und Kinderlosigkeit

14.11.2017 taz: arbeitsbedingungen an den unis – Zeitgemäß wie ein Talar

14.11.2017 Potsdamer Neueste Nachrichten: Protest für bessere Uni-Jobs Kritik zum Treffen der Hochschulrektoren

09.11.2017 Die ZEIT: Machtmissbrauch in der Wissenschaft

12.10.2017 WDR: Arme Akademiker zwischen Professur und Prekariat?

13.11.2017 Gemeinsame Tagung mit der GEW

04.09.2017 die.tageszeitung: Teures Wahlkampfthema Uni

01.09.2017 Junge Welt: Erzwungene Flexibilität

01.09.2017 Neues Deutschland: Exzellente Ausbeutung

21.06.2017 Chemistryworld: Fixing Germany’s academic pipeline

18.05.2017 Junge Welt: »Gemeinsam kampagnenfähig werden«

12.05.2017 Deutschlandfunk: Widerstand an deutschen Hochschulen wächst

26.04.2017 Spiegel Online: Aufstand in den Lernfabriken

02/2017 Deutsche Universitätszeitung (duz): Kollektiver Widerstand (von Ruben Schenzle)

NGAWiss-Pressekonferenz am 31.8.2017 in Berlin

20.02.2017 detektor.fm: Job oder Familie – eine unmögliche Wahl

19.02.2017 Süddeutsche Zeitung: Wissenschaftliche Mitarbeiter – Risiko inbegriffen

16.02.2017 Süddeutsche Zeitung: Wissenschaft in der Warteschleife

15.02.2017 Frankfurter Allgemeine Zeitung: Niedriglohnsektor mit höchsten Ansprüchen – nur in der Printausgabe

14.02.2017 Zeitschrift für Medienwissenschaft: Für Gute Arbeit in der Wissenschaft!

07.02.2014 BR 2 Zündfunk: Schöne Worte reichen nicht – der Mittelbau organisiert sich

NGAWiss-Gründungskongress in Leipzig 21.01.2017

05.02.2017 Süddeutsche Zeitung: Der Mittelbau macht mobil (von Peter Grottian)

25.01.2017 detektor.fm: Besser ohne Lehrstuhl?

24.01.2017 MDR: Netzwerk kämpft gegen prekäre Arbeit in der Wissenschaft

21.01.2017 MDR: Netzwerk will Uni-Mitarbeitern das Streiken beibringen

19.01.2017 Jungle World: Keine Liebe für den Schreibtisch (von Ruben Schenzle)

19.01.2017 ZEIT Chancen: Mobilisieren, statt jammern! (von Peter Ullrich)

17.11.2016 Jungle World: Der Muff der Exzellenz (von Peter Ullrich)