Qualität statt Prekarität

Wissenschaftler*innen fordern das Ende der Ausbeutungsstrukturen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Am 31. August 2017 stellt das Netzwerk seine Forderungen für eine umfassende Reform des deutschen Wissenschaftsbetriebs auf einer Bundespressekonferenz in Berlin vor.

Alle Materialien finden Sie hier (klicken).

Im Einzelnen fordert NGAWiss in dem 7-seitigen Forderungskatalog:

  • Unbefristete Beschäftigungsverträge nach der abgeschlossenen Promotion
  • Die Abschaffung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
  • Eine angemessene, verlässliche und flächendeckende Grundfinanzierung der Hochschulen
  • Die Abschaffung der Lehrstühle zugunsten demokratischer Strukturen an Fachbereichen und Instituten
  • Die Trennung von Arbeitgeber/in und Betreuer/in der Qualifikationsarbeit
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Regelfall, v.a. auch in der Qualifikationsphase
  • Die angemessene Entlohnung aller Lehrleistungen (v.a. Lehraufträge, sog. „Titellehre“ u.a.)
  • Die Abschaffung der Habilitation als Qualifikationsstufe

Gleichzeitig richten Vertreter*innen von NGAWiss gemeinsam mit dem Promovierendennetzwerk der Max Planck Institute Max Planck PhDNet einen kritischen Blick auf die wissenschaftspolitischen Programme der Bundestagsparteien anlässlich der Bundestagswahl.

„Wissenschaftspolitik kommt im Wahlkampf kaum vor, während sich scheinbar alle einig sind, dass wir in einer Wissensgesellschaft leben. Die wissenschaftspolitischen Programme der Parteien enttäuschen überwiegend. Wir freuen uns, dass einige Parteien mehr Geld in die Wissenschaft stecken wollen, doch ohne die notwendigen umfangreichen Reformen wird dieses Geld keine bessere Lehre und Forschung ermöglichen“, so Mathias Kuhnt.

Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Kolleg*innen zur Verfügung:

Mathias Kuhnt
Mobil:  0176/20590002
Mail: mail@mittelbau.net
Ulrike Stamm
Mobil: 0176/76159262
Mail: ulrike.stamm@hu-berlin.de
Fabian Frenzel
Mobil: 0157/39624813
Mail: fab@in-no.org
Hintergrund:

Das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) ist der erste bundesweite und fächerübergreifende Zusammenschluss von Initiativen des sogenannten akademischen „Mittelbaus“.  Dazu zählen Promovierende, Studentische Mitarbeiter*innen, Stipendiat*innen, Privatdozent*innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, künstlerisches Personal, Lehrbeauftragte und Juniorprofessor*innen – also die große Zahl derer, die fast immer auf befristeten Stellen einen Großteil der regulären Forschung und Lehre leisten. Das Netzwerk setzt sich für eine grundlegende Umgestaltung der Strukturen innerhalb der deutschen Wissenschaft ein und kooperiert zu diesem Zweck mit Stiftungen und Gewerkschaften.