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NGAWiss verliest Forderungen vor
Hochschulrektorenkonferenz in Potsdam

Das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) überbrachte heute Morgen in Potsdam den Präsident*innen und Rektor*innen der deutschen Hochschulen und Universitäten Forderungen nach umfassender Entfristung der Beschäftigten im Mittelbau und forderte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) auf, die vorhandenen Handlungsspielräume der Hochschulen besser zu nutzen, um prekäre Arbeitsbedingungen wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen zu beenden.

Ab 8.30 Uhr begrüßten Aktivist*innen von NGAWiss die anreisenden Hochschulrektor*innen und Präsident*innen vor dem Audimax der Uni Potsdam mit einer Protestkundgebung und Slogans wie „Hochschulrektoren, hört jetzt her – wir haben keinen Bock mehr auf prekär“.

Nach dem lautstarken Protest zogen die Protestierenden in den Tagungssaal. Dort verlasen sie eine Stellungnahme an die HRK und luden sich für die nächste Hochschulrektorenkonferenz ein, um die eigenen Forderungen zu diskutieren.

NGAWiss kritisiert, dass die HRK das System der uferlosen Befristung und das verkrustete Lehrstuhlprinzip noch immer trägt und befördert. Die Hochschulrektor*innen begreifen sich als Stimme der Hochschulen – doch tagen sie bisher ohne Beteiligung der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler*innen.

Die Kundgebung stand unter dem Motto „Wir sind die 93%“. Auf der Kundgebung forderte NGAWiss unter anderem die Entfristung im Mittelbau, Demokratisierung der Hochschulen und eine breite Grundfinanzierung für gute Arbeit und gute Lehre an den Hochschulen.

„93% der im Mittelbau vergebenen Arbeitsverträge sind befristet. Das Sonderbefristungsrecht der Hochschulen, das im Wissenschaftszeitvertragsgesetz geregelt ist, wird missbraucht und muss abgeschafft werden. Es ist ein Unding, dass vollständig ausgebildete Wissenschaftler*innen befristet beschäftigt werden, wenn sie Daueraufgaben wahrnehmen.“ sagte NGAWiss-Aktivist Fabian Frenzel vor Ort.